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Ich bin jetzt wirklich davon ausgegangen, dass du meinst, den Thread hier im Forum angepinnt zu haben. Naja, für eine Anpinn-Funktion kämpfe ich schon die ganze Zeit. ^^'''
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@LivBeckett

Absolut kein Thema. Solltest du im Laufe deiner MA auf noch ein paar Fragen stoßen, dann schreib sie ruhig hier. Ich lass den Thread mal angepinnt
und schau mich hier ab und zu mal um.
Der Anime setzt den Manga fast eins zu eins um. Es gibt maximal kleine Unterschiede was die Dialoge betrifft, aber auch das sind eher Unterschiede in der Formulierung als im Sinn des Gesprächs. Auch die Beziehung der Charaktere haben keine wirklichen Unterschiede. Der einzige Fall der tatsächlich im Anime anders umgesetzt wurde ist der Fall um den eine Milliarde Yen Raub. Aber dieser hat nichts mit der Beziehung zwischen Conan und Kogoro zu tun.
Allerdings sind die Filler Episoden im Manga nicht enthalten und wurden somit auch nicht von Gosho Aoyama geschrieben.
Vielen Dank, dass ihr mir eine Machete für mein intelektuelles Dickicht gliehen habt!!!
Dieser Satz ist so... freundlich und intelligent und genial...
Bittebitte, mach ich doch gerne :3
Wow!!! Stretz und Ayumi, vielen Dank, dass ihr euch so viel Mühe für mich gemacht und eure Antworten auch noch so detailreich und nachvollziehbar darlegt habt. Damit habt ihr mir auf jeden Fall sehr weiter geholfen. Danke auch für die neuen Denkansätze ... @Stretz: das war ein super interessanter Gedanke, dass Kogoro in der einen Storyline (jene mit den Männern in Schwarz) passiver ist als in jener Storyline, wo es um das Lösen der einzelnen Fälle geht. Das habe ich so noch gar nicht betrachtet ... ich sehe wohl langsam den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
Das Gleiche gilt auch für Ayumi und ihre Anmerkung bzgl. der Wichtigkeit Rans für die Beziehung zwischen Conan und Kogoro.

Vielen Dank, dass ihr mir eine Machete für mein intelektuelles Dickicht gliehem habt!!! Ich weiß das wirklich zu schätzen und ihr habt euch definitiv einen Ehrenplatz auf meiner diesjährigen Weihnachtskartenliste verdient ... und natürlich eine Anmerkung in meiner MA (sollte sie denn jemals fertig werden *seufz*)

Liebe Grüße,
Liv

P.S. Nur so aus Interesse: In meiner MA beschäftige ich mich ja ausschließlich mit dem Anime. Dass er auf einem Manga basiert, werde ich natürlich erwähnen, aber das wird für die Analyse eher zweitrangig sein. Da ich mich, was den Manga angeht, allerdings sehr viel weniger gut auskenne als beim Anime, war ich nur neugierig, ob es große Unterschiede zwischen den beiden Medien gibt, was die Story(line) im Allgemeinen und die Beziehung zwischen Conan und Kogoro im Besonderen angeht.

P.P.S Stretz und Ayumi, ihr seid meine Lebensretter :D

(1) Ist der Sidekick ein passiver oder aktiver Charakter und in welchem Maße leistet er die Vorarbeit für seinen Helden?
(2) Inwieweit tritt der Sidekick hinter seinen Helden zurück oder stehen er und der Held auf gleicher Stufe?
(3) Hätte es der Held den Fall auch ohne seinen Sidekick lösen können?

Zu dieser ersten Frage habe ich eine Antwort, in der auch die Antworten zu (2) und (3) inbegriffen sind - Meiner Ansicht nach kann man diese Fragen in einer einzigen Frage zusammenfassen:
Wozu dient der Sidekick in der Serie, bzw. was war der Grund für den Autor/Mangaka, ihn in die Story einzubauen?


>Ich würde sagen, er dient Conan als Mittel zum Zweck. Und somit auch der Story, doch da in einem noch weiter gefassten Sinne. [Antwort zu (1)]

>Conan, also Shinichi, benötigt den erwachsenen, dümmlichen, naiven, erfolglosen Kogoro - sein komplettes Gegenteil also - um seine Ziele zu erreichen: Das Auflösen der Fälle.<

>Er selbst kann das nicht direkt tun, denn die Öffentlichkeit darf um seine wahre Identität nicht erfahren.<


Kogoro Mori wiederum wird durch ihn erfolgreich.
Ihre Gegensätzlichkeiten gleichen sich also aus, indem sie beide voneinander nutzen und ausgenutzt werden.
Kogoro - der naive erwachsene, der unvernünftiger ist als Conan, der zu einem Kind geschrumpfte geniale Jugendliche: Beide brauchen sich, um ihre persönlichen Ziele durchzusetzen.< [Antwort zu (3)]


Selbiges spiegelt sich in der Story wieder und auch in der Serie:

>Er ist auf die Art passiv, dass er nicht durch eigene Denkarbeit zum Voranschreiten der Story beiträgt - denn dafür hat er Conan/Shinichi.
Er ist auf die Art aktiv, dass er durch seinen zum Protagonisten gegensätzlichen, aber nicht durchweg bösartigen Charakter den Protagonisten fordert und antreibt und so - wenn auch indirekt, passiv eben - zum Voranschreiten des Protagonisten beiträgt.

Kurz und gut: Er ist (s)ein Sidekick. Aber Conan ist auch (s)ein Protagonist. <

[Das ist auch meine Antwort zu (2) und eine etwas ausführlichere Antwort zu (1)]


(4) Hat der Sidekick den Fall entscheidende Ideen/Momente?

Nein, keine Ideen. Nur extrem selten ist es so, dass Kogoro Conan durch puren Zufall auf den richtigen Gedanken bringt - letztendlich bleibt es aber, wie schon Stretz erläuterte, eigentlich Conans/Shinichis Erfolg, denn er hat die Vorarbeit erbracht, um den Verbrecher zur Strecke zu bringen.
Kogoro ist, sozusagen, sein gutgläubiger Vermittler. Er dient Conan/Shinichi als Medium, um nicht selber aufzufliegen - aktiv trägt er als Sidekick nichts zur Lösung eines Fall bei.
"Der mysteriöse Schlafende Kogoro" - Das Medium, über das die Fälle wie durch ein Wunder gelöst werden.
Er tut nichts außer schlafen und trägt somit auf seine ganz persönliche, passive Art zur Lösung des Falls bei.

Eigentlich genau dieselbe Antwort wie bei 1, 2 und 3, nur... anders... xD

(5) Hat der Sidekick emotionalen Wert für den Helden, der tiefer geht als ein praktischer Nutzen? Wie tief geht dieser? Wie äußert er sich?

JA! Definitiv. Von beiden Seiten gibt es eine emotionale, wie auch eine Kosten-Nutzen bedingte Verbindung von tieferem Wert.
Wie bereits erläutert.

Die Besonderheit ist, dass sich keiner von beiden so richtig bewusst darüber ist, wie wichtig diese Verbindung für sie ist:
Sie sind einfach beide zu stolz, um einzusehen, dass der "neunmalkluge Rotzbängel" oder eben der "blinde Trunkenbold" für sie eine wichtige Rolle spielt, um ihre Ziele, sei es nun Wohlstand oder Gerechtigkeit, zu erreichen.

Allerdings spüren sie es unterbewusst und das zeigt sich in ihrer Verhaltensweise:

Conan weiß, dass er trotz seinen anderen Verbindungen Kogoro benötigt, um verdeckt ermitteln zu können und seiner geliebten Ran nah zu bleiben - Also macht es ihm nichts aus, dass dumme Kind zu spielen.
Kogoro merkt, dass er erst, seitdem Conan aufgetaucht ist, erfolgreich Fälle löst - Deswegen macht es ihm nichts aus, nicht zu wissen, wie es denn dazu kommt, solange es auch so bleibt. Und so akzeptiert er, dass "das Kind" bei ihm Wohnen darf, solange es nicht zu sehr nervt.
Alles im Gleichgewicht.

Wie zeigt ich das jetzt aber emotional?

Nun: Ran spielt auch eine wichtige Rolle - wie bereits erwähnt, liebt Shinichi/Conan sie - und sie mag Conan, liebt allerdings Shinichi, nach dem sie sich so sehr sehnt.
Und Conan, bzw. Shinichi, liebt Ran natürlich ebenso wie sie es tut.
Kogoro wiederum liebt seine Tochter als Vater natürlich über alles, auch wenn er das nicht immer zeigt, weil sie ihn an seine Ehefrau Eri erinnert.

Deswegen will er, dass es ihr gut geht - und da Conan ihm lieber ist als Shinichi (den er aus uns bekannten Gründen absolut nicht leiden kann) und Conan im warsten Sinne des Wortes ein persönlicher Ersatz von Shinichi und für Ran ist, da sie in Conan auf einer gewissen Ebene Shinichi sieht, nimmt er diesen Ersatz liebend gerne an. Solange er nicht nervt.

Deswegen will auch Conan, dass es Kogoro gut geht - und da es ihm lieber ist, Kogoro zu unterstützen, damit dieser besser für Ran da sein kann, als Vater. Ihre Mutter, Eri, hat als gut verdienende Anwältin ja keine Zeit für ihre Tochter, auch wenn sie sich stets um sie sorgt.

Also bietet sich ihm keine andere Möglichkeit, als Kogoro auszunutzen, um von ihm für den Wohlstand der Vater-Tochter-Familie, also Kogoro und Ran, ausgenutzt zu werden.

Ihre Motivation ist also das schnelle Geld und die Liebe zu Ran, ihre emotionale Bindung kreuzt sich über ihrem Charakter.

Wenn es Ran nicht geben würde, würde es auch die Verbindung zwischen Conan und Kogoro nicht geben. 
Und dann würde sich unser Protagonist (Detektiv Conan, nicht Shinichi!) nicht nur nicht mehr weiterentwickeln, sondern sich sogar in Luft auflösen - Die Serie würde ohne Ran nicht funktionieren, geschweige denn existieren.
Das sollte man immer vor Augen behalten:
Wer oder was sorgt dafür, dass der Held seinen Sidekick für nötig hält? ...Ran!
1.) Ob passiv oder aktiv ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Es kommt darauf an, ob du nur die Serie an sich betrachtest oder die Hauptstoryline. Wenn man nur die Hauptstoryline betrachtet, ist er sicherlich ein passiver Charakter. Er ist sich den Antogonisten der Serie - den Männern in Schwarz - ja nicht ein mal bewusst, noch kann er irgendetwas zur Zerschlagung dieser beitragen. Jetzt ist es aber nun mal so, dass die meisten Folgen des Animes sich nicht um die Schwarze Organisation drehen. Kogoro ist hier viel aktiver. Er fährt Conan zu den meisten Tatorten und nur durch ihn kommen die meisten Fälle überhaupt zustande. Natürlich wäre Kogoro ohne Conans Schlussfolgerungen nie zu solcher Berühmtheit erlangt, jedoch kann ich mir kaum vorstellen, dass die meisten Klienten einem Kind ihre Probleme anvertrauen würden. Conan und Kogoro müssen also "zusammenarbeiten", damit die Serie funktionieren kann. Einer allein ohne den anderen würde nicht funktionieren. Vorarbeit leistet er - abgesehen natürlich von dem eben erwähnten "Zustandekommen der Fälle" - meiner Meinung nach keine. Zum Hauptaugenmerk der Serie, also die Aufklärung der Fälle, leistet der keine Vorarbeit. Er ist eben nur der - dringend nötige - Mittel zum Zweck.

2.) Wie du schon geschrieben hast, es Kogoro sich nicht bewusst ein Sidekick zu sein. Deswegen tritt er nicht hinter den Helden zurück, da er der Meinung ist er wäre selbst der Held. Er stellt sich also bewusst ständig in den Vordergrund. Auf gleicher Stufe stehen sie deshalb nicht. Zwar ist er - wie bei Nr. 1.) geschrieben - wichtig für das Zustandekommen der meisten Fälle, jedoch macht die Serie mehr als deutlich, dass Conan ihm weit überlegen ist.

3.) Wenn es nur um das Lösen geht... Ja

4.) Nein. In der Regal ist es Conan, der die entscheidenden Ideen einbringt und Kogoro auf die richtige Spur hiflt. Es ist also die bizarre Situation, dass der Hauptcharakter dem Sidekick, der denkt er wäre der Hauptcharakter, auf die Sprünge hilft, da sich der echte Hauptcharakter nicht als solcher zu erkennengeben will bzw. darf.

5.) Sicher entwickelt man eine Art Zuneigung für jemanden, bei dem man über eine längere Zeit wohnen darf, bzw. bei sich aufnimmt und mit dam man viele Kriminalfälle löst. Im Großen und Ganzen zeigt sich meiner Meinung nach der "emotionale Wert" für Kogoro eher dadurch, dass er der Vater der Person ist, in die der Held verliebt ist, anstatt für den Sidekick selbst.
Vielen Dank liebe Ayumi!!!! Ich weiß deine Mühe wirklich sehr zu schätzen. Ein neuer Blickwinkel auf die Dinge würden mir sehr weiter helfen.

Und ja, ich ziehe es wirklich durch *haha* Selbst wenn ich wollte (was ich nicht tue), gäbe es für mich an dieser Stelle kein Weg zurück mehr. Und, ganz ehrlich, der Conan-Part meiner MA ist der, der am meisten Spaß macht :D
Also, falls du das wirklich durchziehst: Riiichtisch coole Sache! *O*

Mich hast du begeistert.

Ich editiere meine detaillierten Antworten demnächst /*-*)/

EDIT: Leider erst heute, hab zu viel zu tun... D:
Hoffe ich...
Hallo ihr Lieben,

wie viele/alle von euch hier, bin auch ich ein riesiger Fan der Serie, seit ich sie zum ersten Mal gesehen habe. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich mich dazu entschlossen habe, die Serie für einen Teil meiner Masterarbeit zu analysieren. Und genau dafür brauche ich nun eure Meinungen, Ansichten, Theorien und alles, was euch sonst noch so einfällt.
Meine MA handelt von der Beziehung vom Helden zu seinem Sidekick (und umgekehrt) speziell im Detektivfilm (bzw Filmen verschiedenen Genres, in deren Zentrum es jedoch um die Aufklärung von Verbrechen durch Detektive geht).
Spannend bei Conan (als Held) und Kogoro (als Sidekick) ist, dass der Sidekick nicht weiß, dass er "nur" ein Sidekick ist, er glaubt, selber der Held zu sein, und der eigentliche Held wiederum darf seine Rolle als Held nicht offenbaren.
Allgemein stelle ich mir bei der Analyse meiner Film-/ Serienbeispiele folgende Fragen:

(1) Ist der Sidekick ein passiver oder aktiver Charakter und in welchem Maße leistet er die Vorarbeit für seinen Helden?
(2) Inwieweit tritt der Sidekick hinter seinen Helden zurück oder stehen er und der Held auf gleicher Stufe?
(3) Hätte es der Held den Fall auch ohne seinen Sidekick lösen können?
(4) Hat der Sidekick den Fall entscheidende Ideen/Momente?
(5) Hat der Sidekick emotionalen Wert für den Helden, der tiefer geht als ein praktischer Nutzen? Wie tief geht dieser? Wie äußert er sich?

Und nun wollte ich gern eure allgemeinen oder auch spezifischeren Gedanken, Ideen, Theorien zu der Beziehung zwischen Kogoro und Conan erfahren und eine kleine Disskusion in Gang bringen. Ich will euch noch gar nicht so viel von meinen bisherigen Erkenntnissen erzählen, weil ich die Diskussion nicht von Anfang an in eine Richtung lenken will und ich es spannender finde, eure spontanen Gedanken zu erfahren.
Gerne könnt ihr auch Beispiele aus den verschiedenen Episoden nennen um eventuelle Theorien zu unterstützen.

Ich bin ehrlich gespannt auf eure Meinungen/Ansichten und danke euch schon einmal im Vorraus für eure Hilfe!!

Ganz liebe Grüße,
Liv